Veranstaltungen / Internationale Konferenzen

Berlin, den 25. Oktober 2012

„Europäische Flüchtlingspolitik und Menschenrechte“

 

Veranstaltung am Dienstag, den
27. November 2012, ab 17:30
Uhr

Ort:
Heil
ig-Kreuz-Kirche
Zossener Str. 65
10961 Berlin

Auf der Suche nach Schutz vor Verfolgung oder der Suche nach einem menschenwürdigen Leben in Europa finden täglich zahlreiche Menschen den Tod. Sie fliehen vor der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Kriege, Klimawandel, ungerechte Wirtschafts- und Handelsbedingungen und vor gewalttätigen und diskriminierenden gesellschaftlichen Verhältnissen.

Die, die es schaffen, werden meist unter menschenunwürdigen Verhältnissen in Lagern untergebracht, um sie schnellst möglich wieder in ihre Herkunftsländer abzuschieben und andere abzuschrecken. Viele scheitern schon an den Außengrenzen der EU. Ungeachtet tausender Opfer setzen die europäischen Staaten weiter auf die organisierte Abschottung von Flüchtenden und ungewollten Migrant_innen. Die Menschen haben daher fast keine andere Möglichkeit als illegalisiert in die EU einzureisen.

Auf der Konferenz „Europäische Flüchtlingspolitik und Menschenrechte“ wird über die aktuellen Entwicklungen in der EU mit Fokus auf den Mittelmeerraum berichtet und diskutiert werden. Referenten aus Tunesien werden dabei besonders auf die Entwicklungen im Maghreb eingehen. Gerade in diesen Ländern versucht die EU durch verschiedene Abkommen mit den jeweiligen Regierungen die Flüchtenden und Migrant_innen schon vor der Einreise in die EU zu stoppen.

Begleitet und abgerundet wird die Konferenz von der Band „The Refugees“. Die Band besteht aus Musiker_innen verschiedener Flüchtlingsheime. Entstanden ist die Band im Frühjahr 2011 aus einem Projekt von Heinz Ratz und seiner Band Strom & Wasser, der auf der Suche nach Musiker_innen durch fast 80 Lager gereist war, um den dort untergebrachten Künstler_innen die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam Musik zu spielen und auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Programm:

17:30 Uhr    Begrüßung und Einführung (Heidi Bischoff-Pflanz)

18:00 Uhr    Vortrag: „Macht Europa dicht?“ (Sabine am Orde, Taz)

18:20 Uhr    Vortrag: „Migrationspolitik im Maghreb“ (Abdeljelil Bedoui)

18:50 Uhr    Vortrag: „Aktuelle Entwicklungen in Tunesien“ (Abdel Jenzeri)

19:20 Uhr    Diskussion

20:15 Uhr    Kurzbeitrag: Martin Buchholz

20:30 Uhr    Konzert: „Strom & Wasser feat. The Refugees“ (1000bruecken.de)

22:30 Uhr    Ende

Die Veranstaltung ist Kostenfrei – Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Helmut Adamaschek
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
adamaschek@bildungswerk-boell.de

Mekonnen Mesghena
Heinrich-Böll-Stiftung
mesghena@boell.de

Eine Veranstaltung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit:

Asyl in der Kirche
Heinrich-Böll-Stiftung
SOS Mittelmeer
Medienpartner: die tageszeitung (TAZ)

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen (Dokumentarfilm: „I can’t be silent!“) für öffentliche Zwecke gemacht werden.

Flyer zum Download

 

 

Berlin, den 25.11.2011

 

 

 

Vom Freispruch der tunesischen Fischer

Veranstaltung am:  Mittwoch, 07. Dezember 2011, 18:00 Uhr

Ort: Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Straße 65, 10961 Berlin, Raum: Dachgeschoss

Um Anmeldung wird gebeten: adamaschek@bildungswerk-boell.de

wir laden Euch/Sie, ein, mit uns den Freispruch der tunesischen Fischer Bayoudh und Jenzeri zu feiern. Dank der politischen Solidarität vieler Organisationen und einer erfolgreichen Spendenaktion war es nicht nur möglich, die Fischerkapitäne und ihre Familien seit 2 Jahren mit 250 Euro monatlich für die Existenzsicherung  zu unterstützen, sondern auch eine anhaltende politische und rechtliche Unterstützung zu ermöglichen.

Wichtiger ist es aus Sicht von Bayoudh, Jenzeri und den beteiligten Fischern, dass ihre Ehre wiederhergestellt wurde und damit auch ein Zeichen für Lebensrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer an andere Fischer ausgeht.

Die materielle Lage der Fischer hat sich allerdings nach dem Freispruch nicht verändert. Für die von den italienischen Behörden zerstörten Boote ist keine Entschädigung zu erwarten, denn sie waren im Besitz einer tunesischen Reederei; die Entscheidung über eine Entschädigung für die unrechtmäßige Festnahme wird noch lange auf sich warten lassen, und ob die Fischer etwas bekommen werden, ist nicht sicher. Deshalb wollen wir ein Boot finanzieren, welches im Dorf Teboulba von den Reedereien unabhängige Arbeitsplätze schaffen würde. Wir sehen dies auch als notwendige kleine Hilfe zum arabischen Frühling an.

Das Sterben im Mittelmeerraum hört nicht auf und wir wollen weiterhin auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Die Bewegungsfreiheit der Menschen darf nicht nur für Europäer gelten!

Auf der Veranstaltung am 7.12. werden wir auch über die aktuelle Situation für Mittelmeerflüchtlinge berichten.

Wie der Abend verlaufen wird:

18:00 Uh              Empfang / Imbiss

18:30 Uhr             Begrüßung durch das Komitee „SOS-Mittelmeer – Lebensretter in Not“

18:45 Uhr             Von der Kriminalisierung zum Freispruch

Interview mit Abdel Bassete Jenzeri

19:30 Uhr             Bericht über den Prozess gegen die Fischer

Skype-Interview mit RA Leonardo Marino

20:00 Uhr             „Asyl-Monolog“

Aufführung mit Michael Ruf (www.buehne-fuer-menschenrechte.de)

20:25 Uhr             „Schiffe der Solidarität“

Vorstellung einer geplanten Rettungsaktion (Leona Goldstein)

20:30 Uhr             Erklärung Komitee „SOS Mittelmeer“

20:45 Uhr           Ausklang (Getränke und Brezel)

Wir freuen uns auf Sie/ Euch

Für das Komitee

Heidi Bischoff-Pflanz

Um Anmeldung wird gebeten: adamaschek@bildungswerk-boell.de

Für Essen und Getränke wird gesorgt.

„Ich bin der Meinung, dass man Menschenleben retten soll, wo man sie retten kann. Und keine Institution, die Leben zu retten vermag, darf auf offener See Selektion betreiben. Das hieße ja, Menschen willkürlich zum Tode zu verurteilen.“

Heinrich Böll, Der Spiegel, 1981

Berlin, April 2011

Grenzen der EU – Grenzen der Menschenrechte?

Perspektiven der europäischen Flüchtlingspolitik

Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Grusswort zur Konferenz von Heiko Kauffmann/ Pro Asyl PDF Deutsch

Ankündigungstext zur Konferenz von PDF Deutsch // PDF Englisch

PROGRAMM als PDF Deutsch //  PDF Englisch // PDF Italienisch

Referenten_innen PDF Deutsch

Eintritt frei – Anmeldung erforderlich!

E-Mail: adamaschek@bildungswerk-boell.de

Mittwoch, 6. April 2011

12.30 Uhr     Konferenzanmeldung

13.00 Uhr    Begrüßung und Programmablauf

Mekonnen Mesghena (Heinrich-Böll-Stiftung, Abt. Migration)

13.10 – 14.30 Uhr  Pecha Kucha – Vorstellung der Gruppen:

je 20 Bilder à 20 Sekunden Info-Mobil, Netzwerk Welcome to Europe, Kritnet, Borderline Europe/SOS-Mittelmeer, Stiftung Pro Asyl, Netzwerk der Migranten Athen, Karawane Bamako-Dakar, Gripstheater/JOG (SOS for human rights), Multeci Der –Türkei, Berliner Flüchtlingsrat,Internationale Liga für Menschenrecht

14.35 – 14.45 Uhr  Kurzfilm:

Abdelkrim‘s Battleship

(Regie: Walid Mattar) Ein Film aus der Reihe  „Arab-Shorts“ des Goethe-Institutes Kairo

14.45 – 15.00 Uhr  Einführung:

Jubel über Demokratisierungen – Angst vor Flüchtlingen

Heidi Bischoff-Pflanz (Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, SOS-Mittelmeer)

15.00 – 15.45 Uhr  Vortrag:

Europäische Migrationspolitik aus der Perspektive des Maghreb Mahdi Mabrouk

(Universität Tunis, Soziologe, Migrationsexperte)

15.45 – 16.15 Uhr   Pause

16.15 – 18.00 Uhr  Podiumsdiskussion:

Dublin II, Drittstaatenreglung und Angst vor ‚Flüchtlingsströmen’ in Nordafrika und im östlichen Mittelmeer

Karl Kopp (Stiftung Pro Asyl) Orcun Ulusoy (türkischer Rechtsanwalt)

Mahdi Mabrouk (Universität Tunis, Soziologe, Migrationsexperte)

Josef Winkler (B 90/Die Grünen, MdB) Panagiota Massouridou (griechische Rechtsanwältin)

Moderation: Ulrike Dufner (Heinrich-Böll-Stiftung Istanbul)

18.00 – 19.00 Uhr  Pause

19.00 – 21.00 Uhr  Podiumsgespräch:

Der Fall der tunesischen Fischer

Gespräch mit Abdelbassete Jenzeri und Mohamed Amine Bayoudh

(tunesische Fischer und verurteilte Menschenretter)

Diskussion: Leonardo Marino (Rechtsanwalt der Fischer, Italien)

Judith Gleitze (Borderline Europe)

Stefan Schmidt (Schiffskapitän, ehemals Cap Anamur)

Moderation: Helmut Adamaschek (Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-

Stiftung, SOS-Mittelmeer)

Donnerstag, 7. April 2011

09.30      Konferenzanmeldung

10.00 – 12.00 Uhr  Filmvorführung:

Like a Man on Earth (Regie: Dagamwi Yimer)

Ein Film zur Flucht über Libyen, anschließend Gespräch mit dem Regisseur

Moderation: Valeria Bruschi

12.00 – 13.30 Uhr

Workshop A: Session 1

Aktuelle Situation der Flüchtlinge in Griechenland und Türkei

Panagiota Massouridou (griechische Rechtsanwältin)

Nasim Mohammadi (Netzwerk der Migranten Athen)

Salinia Stroux (Infomobile Griechenland)

Orcun Ulusoy (türkischer Rechtsanwalt)

Bernd Kasparek (Krit-net)

Marion Bayer (Netzwerk Welcome to Europe)

Moderation: Heidi Bischoff Pflanz (SOS Mittelmeer; Bildungswerk Berlin der

Heinrich-Böll-Stiftung)

Workshop B: Session 1

Aktuelle Situation der Flüchtlinge in Italien, Libyen und Tunesien

Fulvio Vassallo Paleologo (Migrationswissenschaftler, Italien)

Mahdi Mabrouk (Universität Tunis, Soziologe, Migrationsexperte)

Karl Kopp (Pro Asyl)

Elias Bierdel (ASPR)

Hagen Kopp (Kein Mensch ist Illegal)

Viola von Cramon (B 90/ Die Grünen)

Moderation: Judith Gleitze (Borderline Europe)

13.30 – 14.30 Uhr  Mittagspause

14.30 –16.30 Uhr

Workshop A: Session 2

Möglichkeiten des Widerstandes gegen die Flüchtlingspolitik in

 

Griechenland/Türkei

Workshop B: Session 2 Möglichkeiten des Widerstandes gegen die Flüchtlingspolitik in der zentralen Mittelmeerregion

16.30 – 17.30 Uhr   Pause

17.30 – 18.00 Uhr

Berichte aus den Workshops

18.00 – 20.00 Uhr  Podiumsdiskussion:

Militarisierung der Flüchtlingsabwehr: Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft

Input: Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung, IMI)

Diskutanten: Johannes Odenthal (Akademie der Künste)

Christoph Marischka (IMI)

Elias Bierdel (Österr. Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, ASPR)

Fanny Dethloff (Flüchtl.-Beauftragte der Nordelbischen Kirche, Vorsitz der

ökumen. Bundes-AG „Asyl in der Kirche“ und Vorst.mitgl. PICUM, Holland)

Marion Bayer (Netzwerk Welcome to Europe)

Moderation: Mekonnen Mesghena (Heinrich-Böll-Stiftung, Abt. Migration)

Anmeldung erforderlich!

 

Eintritt frei – E-Mail: adamaschek@bildungswerk-boell.de

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